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Ab 1. August: Einstieg nur vorne Möglich!

Nach der dreimonatigen Testphase auf der Buslinie 32 gilt ab dem 1. August auf allen Buslinien der Stadtwerke Augsburg (swa) der Vordereinstieg. In den meisten deutschen und europäischen Städten ist es selbstverständlich, vorn beim Busfahrer einzusteigen. Aus guten Gründen. Vor allem wird dadurch das absichtliche oder versehentliche Schwarzfahren verringert. So ist im ersten Monat der Testphase auf der Linie 32 der Barverkauf von Fahrkarten im Fahrzeug um rund 20 Prozent gestiegen.

Erfahrungen in anderen Städten haben gezeigt, dass die Schwarzfahrerquote mit dem ganztägigen Voreinstieg um etwa zehn Prozent gesenkt wird, das entspricht rund 200.000 Euro im Jahr, die den Stadtwerken ansonsten durch Schwarzfahren an Einnahmen entgehen. „Wer sich den Fahrschein spart, fährt auf Kosten aller anderen Fahrgäste“, so swa Geschäftsführer Dr. Walter Casazza.

Das sehen auch die meisten Fahrgäste so. „Eine Umfrage unter den Fahrgästen der Linie 32 hat gezeigt, dass viele Menschen Verständnis für die Maßnahme haben und das Verringern der Schwarzfahrerquote befürworten,“ so Casazza. 75 Prozent der Befragten sehen den Vordereinstieg positiv oder neutral. Außerdem werde das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste erhöht.

Eine Voraussetzung zur Einführung des Vordereinstiegs ist, dass die Pünktlichkeit nicht darunter leidet. Auch hier sind die Testergebnisse auf der Linie 32 positiv. „Die Auswertung des Fahrprofils zeigt keine Veränderungen in der Pünktlichkeit im Vergleich zu vor der Testphase“, so Casazza. Auch die durchschnittlichen Aufenthaltszeiten an Haltestellen haben sich nicht geändert und lagen beim 32er auch während der Testphase im Durchschnitt aller Buslinien.

„Das Fahrpersonal hat immer einen Ermessensspielraum, je nach Situation“, so Casazza. Bei sehr hohem Fahrgastaufkommen oder drohenden Verspätungen, kann das Personal auf die Sichtkontrolle verzichten. Und: Mobilitätseingeschränkte Personen, Fahrgäste im Rollstuhl oder mit Rollator, mit Kinderwagen oder schwerem und sperrigem Gepäck können auch künftig hinten, an der zweiten Türe zusteigen.

Die Fahrgäste haben sich im Testbetrieb bereits nach kurzer Zeit auf den Vordereinstieg eingestellt und sind wie selbstverständlich auch schon auf anderen Linien vorn eingestiegen. „Die Akzeptanz bei den Fahrgästen ist gegeben, der Ablauf beim Vordereinstieg hat sich bei Fahrgästen und Mitarbeitern rasch eingespielt und Beschwerden tendieren gegen Null“, so Casazza.

„Wir wollen die Fahrgäste freundlich und sympathisch darauf hinweisen vorne einzusteigen“, sagt Casazza. Die Busse sind außen mit einer entsprechenden Aufschrift gekennzeichnet und es wird auch Durchsagen in den Fahrzeugen dazu geben. „Anfangs ist das vielleicht ungewohnt, es hat sich aber in unserem Testbetrieb gezeigt, dass der Vordereinstieg schnell zur Normalität wird, auch wenn sicherlich auch noch eine gewisse Eingewöhnungszeit nötig ist“, so Casazza. Vor allem das Durchgehen nach hinten ist für viele noch ungewohnt. Aber auch darum werden die Fahrgäste mit freundlichen Durchsagen gebeten.

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